Welche Informationen wirklich auf eine Fotografen Visitenkarte gehören

Für die meisten Kollegen und Kreative bestehen die primären Marketingmaßnahmen der eigenen Dienstleistung aus der eigenen Website und der Pflege sämtlicher sozialer Netzwerke wie Facebook, Instagram und Co. In der allgemeinen Wahrnehmung ist die Visitenkarte heute ein Relikt vergangener Jahre. Dank NFC und Smartphones können Kontaktdaten inzwischen schließlich direkt digital getauscht werden. Ein Missverständnis.

Bei all den Vorteilen der digitalen Kommunikation hat auch die Visitenkarte immer noch ihre Daseinsberechtigung. Sie erweitert das Gespräch und den Kontaktdatenaustausch nämlich um eine haptische Ebene, die ein weiteres Sinnesorgan – den Tastsinn – anspricht und sich so noch einmal verstärkend auf das vorhergegangene Gespräch auswirkt. Ein psychologischer Effekt, der nicht zu vernachlässigen ist.

Darum habe ich Dir heute noch einmal zusammengefasst, was im Zeitalter der Digitalisierung wirklich auf die Visitenkarte gehört, damit deine neue Visitenkarte ihren Job erfüllt.

  1. Name
    Dein Name oder dein Unternehmen hat die wichtigste Priorität tolle Jobbezeichnungen bringen nichts, wenn man sie beim Googlen nicht findet. Gibt es zu viele Suchergebnisse in Google oder den sozialen Netzwerken, stell deinen Firmennamen in den Vordergrund. Firmierst Du unter eigenem Namen, arbeite an der Sichtbarkeit deines Namens im Web. Der Zusatz Fotograf, Videokünstler kann dabei helfen!
  2. Deine Website / E-Mail-Adresse
    Beides gehört unbedingt auf die Visitenkarte, um den Weg zu deiner digitalen Visitenkarte so kurz wie möglich zu machen.
  3. Ein direkter Kontakt
    In gewissen Branchen ist das Telefonat immer noch eine beliebte Kontaktmöglichkeit. Gib unbedingt eine Telefonnummer an. Kommunizierst Du viel übers Handy oder WhatsApp gibt deine Handynummer an. Der Vorteil einer Festnetznummer ist noch immer die regionale Zuordnung dank der Vorwahl. Gerade Vertriebler können Dich dank deiner Telefonnummer regional einordnen und wissen so schon, für welche Projekte Du auf Anhieb interessant bist.
  4. Wähle das richtige Papier und das richtige Format
    Formatspielereien sind verschwendete Energie. Das klassische Quer- und Hochformat in Visitenkartengröße passt in jedes Portemonnaie und geht definitiv nicht verloren. Gerade als Kreativer solltest du dir über die Wahl des Papiers im klaren sein. Hier liegt deine Chance zu punkten und den haptischen Kontakt mit deinem Namen bzw. deiner Marke von denen anderer abzuheben. Ein guter Dienstleister für wertige Visitenkarten ist zum Beispiel der englische Druckhersteller moo, der viele Sonderprägungen und besonders starke Papiere anbietet. Aber auch bei Onlinedruckereien wie Flyeralarm lassen sich inzwischen zu sehr guten Konditionen hochwertige Printerzeugnisse wie Visitenkarten bestellen.
  5. Eine Adresse!
    Hast Du ein offizielles Büro oder sogar ein Studio, zöger nicht es mit auf der Visitenkarte zu präsentieren. Allein das hebt dich schon von einem großen Teil deiner Mitbewerber ab und unterstreicht deinen professionellen Ansatz! Kunden mögen das! Denn es vermittelt Professionalität und Planbarkeit!

Was definitiv nicht auf die eigene Visitenkarte gehört

Spielereien wie Social-Media-Icons gehörten Mal zum “visionären” Anstrich von sämtlichen Printmaßnahmen. Auf einer Visitenkarte haben die aber nichts zu suchen. Wenn ein Kontakt ein Netzwerk wie Facebook für die Kommunikation bevorzugt oder wissen will, wie Du dich dort präsentierst, wird er auf dem entsprechenden Netzwerk nach Dir suchen oder über deine Website dorthin kommen. Bist Du dort nicht aufzufinden, liegt es an dir an deiner Sichtbarkeit zu arbeiten. Heute braucht keiner mehr ein Instagram Logo, um auf die Idee zu kommen, dich auf Instagram zu suchen.

Warum Fotografien auf der eigenen Visitenkarte problematisch sein können

Nicht selten kommen Fotografen auf die Idee ein Foto auf ihrer Visitenkarte abzudrucken. Das scheint auf den ersten Blick plausibel, auf den zweiten Blick aber dann doch fahrlässig. Das hat einen einfachen Grund. Mit einem einzigen Bild die eigene Arbeit darzustellen ist immer schwierig. Mit genau diesem Bild auch noch den Geschmack des potentiellen Auftraggebers zu treffen noch schwieriger. Viel höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht der gesuchten Ästhetik entspricht und Du somit vielleicht aufgrund von ahnungslosem Schubladendenken gar nicht mehr für den Job berücksichtigt wirst. Etwas, was sich im direkten Gespräch vielleicht in Form eines Briefings noch anpassen lässt, ist hier für immer in Stein gemeißelt und versaut den ersten Eindruck. Nicht umsonst heißt es “Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance”. Dann doch lieber mit der Typo, dem eigenen Logo oder der eigenen Farbe arbeiten.

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Mit diesen wirklich wenigen Tipps gelingt es Dir im Handumdrehen deine visuelle Präsenz um ein analoges Produkt zu erweitern, dass für wenig Geld einen weiteren Baustein in deiner Markenpräsenz bildet und einen dauerhaften Nutzen für deine Markenbildung verspricht. Sollte Dir die Gestaltung aus irgendwelchen Gründen schwer fallen, lohnt es sich einen externen Grafiker für die Gestaltung hinzuzuziehen. Der kostet zwar auch Geld, prägt aber dein Image für die nächsten ein bis vier Jahre und sorgt für eine harmonische und konsequente Gestaltung.

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